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08.10.2010 10:07 Alter: 10 yrs

ÖJM Bericht 420

Trotz einiger Zwischenfälle immer noch gute Platzierung von Marc Simmer/Rudi Weiss

Die burgenländische bzw. die wienerische Segelmentalität war wie immer stark zu spüren - leider war diese "faire" mentale Einstellung für Rudi und mich am Deutlichsten zu spüren.

Tag1:
In der ersten Wettfahrt lief es für uns schlecht. Wir segelten den olympischen Autoloopkurs, dabei wurde aber bei der Steuermannsbesprechung, an der ich leider nicht teilgenommen hatte, ein neuer Kurs festgelegt. Ein Kurs, der mir völlig neu war: Ein Dreieck und ein Staberl.
Ich wusste somit leider nichts davon, und wir segelten dadurch den falschen Kurs. In Zukunft werde ich NIE wieder eine Steuermannsbesprechung verpassen!!!
Wir ließen uns deswegen aber nicht beirren, und konzentrierten uns weiter voll aufs Segeln. Mit einem Ersten und einem Zweiten Platz wurden wir in der 2. und 3. Wettfahrt belohnt.

Tag2:

Im 4. Race wurden wir, an 2.ter Position liegend, von der lieben Jury ein zweites Mal gepfiffen. Meiner und Rudis Meinung absolut ungerechtfertigt!!!
Nach einer kurzen, heftigen "Wutauslasspause", und als wir endlich wieder freier im Kopf waren, segelten wir zum Startschiff und meldeten einen Protest gegen die Jury an.
Während dem Warten auf die nächste Wettfahrt bereitete ich mich mit Rudi auf den Protest vor. (Entschuldigt, aber über den Protest möchte ich mich nicht weiter äußern, weil ich es eine Frechheit finde, wie er verlaufen ist)
Endergebnis: Unser/mein Protest wurde nicht verhandelt.

Wieder halbwegs beruhigt und konzentriert segelten wir in der darauf folgenden 6. Wettfahrt einen 3. Platz.
Somit hatten wir nun insgesamt zwei DSQ in der Wertung - einmal wegen meiner/unserer Schuld aufgrund des falschen Kurses, und das zweite wegen des zweiten Jury-Pfiffs.
Den burgenländischen bzw Wiener Seglern waren wir aber trotzdem noch zu gut, weil wir trotz der zwei DSQ noch gewinnen konnten.

So protestierte einer von den Burgenländern einfach mal gegen uns. Wir bekamen das leider gar nicht mit, weil wir überhaupt nicht damit gerechnet hatten, und konnten uns somit nicht auf den Protest vorbereiten. Erst als wir plötzlich in den Jury Room aufgerufen wurden und die Protestverhandlung begann, bekamen wir mit was los war. Na toll. Der Burgenländer protestiert gegen uns. Er erzählte einfach mal seine gut überdachte, frei erfundene Geschichte und wir waren nahezu machtlos. Die Wahrheit glaubte uns die Jury nicht, und wir wurden in der 5ten Wettfahrt, wo wir einen 1. Platz hatten, aus der Wertung rausgenommen und bekamen ein RET.
Die restlichen Races segelten wir trotz der ganzen Zwischenfälle in der 7ten einen 1. Platz, in der 8ten einen 4.Platz, und in der 9ten wieder einen 1. Platz.

Gesamt waren wir mit unserer Leistung zufrieden. Wir segelten in jeder Wettfahrt (ausgenommen die Erste – der falsche Kurs) immer sehr gut und waren fast immer an Erster Position. Das Endergebnis sah ganz anders aus, aber was will man machen. Eine extrem strenge Jury, die, tut mir leid, aber echt schon übertrieben oft pfeift ( ich schätze die Jury hat die 420er-Segler mindestens 10 mal auf der ÖJM gepfiffen), und dazu noch die „Fairness“ der Burgenländer im Segeln, dagegen ist man nahezu machtlos.

Marc Simmer


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